Heartbeatclub

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Heartbeatclub, die vierte queere Anthologie des Größenwahn Verlags, ist nun schon seit ein paar Wochen erhältlich. In ihr findet ihr queere Geschichten rund um Liebe, Musik und Tanz. Und eine davon habe ich geschrieben. Nun habe ich die ganze Anthologie gelesen und kann euch sagen, wie sie mir gefallen hat.

Also, ich will gar nicht groß um den Brei rumquatschen, sie hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte ein bisschen Sorge, weil Jannis Plastargias (Herausgeber und Mitautor) bereits angedeutet hat, dass der schwule Faktor einmal mehr überwiegen würde. Aber ich denke die Qualität der Texte lässt es gern zu, dass da ein bisschen mehr Männersorgen am Start sind. Die Anthologie liest sich ausgewogen und interessant.

Ich möchte jetzt nicht jede Geschichte einzeln besprechen, weil das bei 17 Geschichten ein bisschen ausufert, aber lasst mich mal einen Überblick geben, womit ihr rechnen könnt:

Wir beginnen  mit Nino Delia’s Dance With Judith B. oder du bist, was du tanzt, ein gefühlvolles Bild auf die zerbrechliche Männlichkeit, will ich’s mal nennen. Ein Männlichkeit, die sich in der Krise befindet, zwischen ersehnter Weichheit und der von der Gesellschaft geforderten Härte.

Peter Nathschläger entführt uns in eine Nacht voller jugendlicher Lebensverliebtheit. Seine Geschichte Orchestral Manoeuvres in the Dark hallt nach und mag dem einen oder anderen bekannt vorkommen – vielleicht auch erlebt? Wer weiß es. Dunkelheit spielt auch eine Rolle in Zappenduster von Andrea Bienek. Denn dort treffen sich zwei junge Frauen auf einen Kuss, der ihr Leben verändert.

In Das Lied vom Wunder erzählt Levi Frost die Geschichte des alten Nettler, der das Grab seiner großen Liebe besucht und der Zeit erinnert als Musik ihn beflügelte. Beflügelt fühlt sich auch der Protagonist von Carsten Nagels Salsa. Denn er verlebt den vollkommenen Abend zu latein-amerikanischen Rhythmen.

Liebe zu dritt ist Hippie Shit von Jannis Plastargias erforscht eine polyamoröse Beziehung; die Zurückhaltung und die Faszination, die davon ausgehen. Doch auch die Ernsthaftigkeit einer neuen Beziehung in ungewohnter Zusammensetzung. Ungewohnt ist auch die Örtlichkeit von Thomas Pregels Jeder tanzt für sich allein – ein Gothik Club. Doch Protagonist Christian ist ganz in seinem Element als er sich der Musik hingibt und damit vielleicht sogar seinem Schwarm imponieren kann.

Juliane Seidel erzählt in Vivaldis Farben von einem jungen Mann am Scheideweg, dem neue Hoffnung gegeben wird durch das Geigenspiel eines anderen. Lovesong von Andrea Bielfeldt handelt von Lilly und Sam, die einander auf einem Rockkonzert wiederfinden – ihre einstmals verbotene Liebe darf nun gelebt werden.

Klassik vs. Metal von S. A. Urban handelt von eben jenen Musikrichtungen, als unser Protagonist emotional berührt wird von der einen und sich dann dem gewohnten Hochgefühl der anderen hingibt – und einer Figur, die sich problemlos in beiden Welten bewegt. Die Welt des Protagonisten in Von der realen Trughaftigkeit relativer Attribute von Jens Christof Ruppin ist eine gänzlich unbekleidete und ungeahnt zufriedenstellende.

Die zweite Geschichte von Jannis Plastargias, Es ist, was es ist, ist eine Forschungsreise zum eigenen Selbst. Die junge Protagonistin muss sich selbst entdecken, bekommt allerdings ungeahnte Hilfe. Devin Sumarnos Stille für drei Stimmen und einen Schatten. Ein Kanon aus dem Promethean erzählt von bereits bekannten Charakteren aus ihren Geschichten. In dieser verwickelt sich Lewis in eine gefährliche Beziehung – sehr zum Leidwesen seiner Freunde.

Andi Latte folgt in Geschenkt der Abwärtsspirale seines Protagonisten, der sich nach einem alkoholvernebelten One-Night-Stand hoffnungslos verschätzt. Von der Unerträglichkeit sozialer Konventionen. Gregor, der Protagonist in Ines Schmidts Zwischenpause, kehrt in seine Heimatstadt zurück, um endlich mit der tragischen Vergangenheit abzuschließen. Die Fußball-Weltmeisterschaft wird hier zum Wendepunkt zwischen persönlicher Tragödie und dem Happy End.

In Tanz der Dämonen von Andrea Bienek schließlich droht Evan die Beziehungen zu seinen beiden liebsten Menschen zu zerstören, weil Sex immer irgendwie zu reizvoll ist, um es  nicht zu tun. Doch mit wem sollte er es eigentlich tun, und kann ihm irgendwer sagen, warum nicht?

Was mir am besten an dieser Anthologie gefällt, ist die breite Fächerung von Emotionen, von Menschlichkeiten. Queer ist kein fester Begriff für eine Sorte Mensch, sondern für viele Arten von Menschen mit vielen Arten von manchmal romantischen, manchmal lebensverändernden Problemen. Die Geschichten spiegeln dies wieder, ohne den Anspruch zu erheben, jede Art von Queer erfasst zu haben. Es sind Momentaufnahmen menschlichen Lebens.

Die Geschichten wirken nach in ihrer emotionalen Resonanz. Und ich will keine Favoriten rauspicken, denn jede Geschichte ist Teil der ganzen Anthologie, die sehr stimmig von Liebe und von Musik, von Tanz und Geschlechtern erzählt. Menschsein in Vielfalt.

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Der deutsche Schreiberling

[trans.: The German Scribe – this blog post is in German.]

Hier ist er nun, mein erster Blog-Eintrag auf Deutsch. Ich hatte ja schon gesagt, dass ich diesen Blog zweisprachig gestalten will, hatte aber bisher noch keinen wirklichen Anlass damit anzufangen. Das ändert sich nun langsam.

Ich habe mich Ende letzten Jahres entschieden, jedes Jahr zumindest einen deutschen Roman zu schreiben. In den meisten Fällen wird dies wohl bedeuten, dass ich eine alte Idee aufgreife, die ich irgendwann schon einmal angefangen habe.

In diesem Jahr habe ich deshalb On the Rebound ausgewählt. Es geht um zwei junge Mädchen, die eher gegeneinander als miteinander Basketball spielen. Allerdings kommen sie sich näher und verlieben sich. Die Eltern sind nicht begeistert und unterbinden die Beziehung der beiden sehr wirkungsvoll.

Ich denke mir diese Geschichte als Rückblick. Lane und Amy, die beiden Mädchen, sind inzwischen erwachsen und treffen sich zufällig am Flughafen. Mit dabei ist Lane’s Tochter Amelia und ihr erzählt Lane während eines gemeinsamen Trips von ihrer und Amys Geschichte. Es ist alles noch ein bisschen komplizierter als das. Ich hab eine weitere Zeitlinie, einen ganzen Haufen Familiengedöns, und wahrscheinlich auch noch eine weitere Erzählperspektive mit Amy. Ich weiß noch nicht genau, wie ich es mache, weil ich den ganzen Roman umstrukturieren muss.

Ich habe vor langer Zeit recht gut an dieser Geschichte gearbeitet und habe bereits über 70.000 Wörter geschrieben. Jetzt heißt es, sie in Form zu bringen. Ich plane dies, ab Mitte März zu tun, wenn ich dann hoffentlich mit dem ersten Draft von Halfway Home fertig bin.

So viel zu meinem diesjährigen Roman. Ich hab noch anderes Deutschsprachiges im Feuer.

Diesen Juni kommt  eine queere Anthologie des Größenwahn-Verlags in den Handel. Sie heißt Heartbeatclub und ich habe dafür eine Geschichte eingereicht, die Teil dieser Anthologie sein wird.

Meine Geschichte heißt ‘Unser erster-letzter Tanz’ und sie handelt von einem transgender Typen namens David, der auf einer Familienfeier so seine Probleme hat, weil er sich nicht akzeptiert fühlt. Dann lernt er Mandy kennen, eine der Kellnerinnen und die beiden vergucken sich ineinander.

Hier ist der Link auf die Verlasgsseite der Anthologie. Alle Geschichten in der Anthologie verbinden Music bzw. Tanz mit queerer Romantik bzw. Erotik, das ist das Thema. Ich bin sehr stolz, dass meine Geschichte Teil dieser Anthologie sein wird und hoffe, ihr guckt sie euch an und findet sie gut.

Das soll’s erstmal gewesen sein. Ich werd euch über On the Rebound auf dem Laufenden halten und euch Bescheid sagen, wenn ihr den Heartbeatclub bestellen könnt.

Bis dahin, Lovelies.

Willkommen! Bienvenue! Welcome!

ck2015

A new year. Hopefully, a new chance at doing better, too. ‘Cause honestly I screwed up plenty last year – and the year screwed me up some, too, so hopefully 2015 is making up for that.

A new year begins slowly with me, especially because I think of January as the Monday of the year. And what do we do on Monday? Lament that the weekend is over. I’m not doing that in January but I’m still not one to jump right in. This year, however, I got an early start because I have so many things to do. Some even have to do with writing fiction.

I know I already told you that The Affair is going to get published this year. I’m currently working on some revisions before it’s going to get edited. A lot of work but necessary. I like this point in the publishing process where I’m still creative but don’t have to worry if I’ll ever finish the story.

I’m excited about this story and I hope you will like it. It will be published by Ylva Publishing in April – and I love April, so this is perfect. But there’s still a lot of work to be done. I’ll tell you more about The Affair later this month.

I’m also working on revisions for Halfway Home. I started writing this story last summer for a Christmas anthology but it got too long for that publication. Now I’m working on making it even longer. I’m not sure if it will be a novella or full-blown novel when it’s finished. I’ve got a lot of ideas for it, though.

I’m now looking over what I’ve done so far, adding chapters, deleting conversation tags, like ‘she said’, ‘she said.’ I’m looking forward to writing again but as I said above, I like this part. It’s less stressful than the actual writing process. Halfway Home doesn’t have a publication date yet but I hope it will be ‘out there’ late this year. It mostly depends on me finishing it, of course. I’m working on it and keep you posted.

Last but not least, I’m editing a short story in German. It will be published in an anthology in summer. I’m really looking forward to this one because it’s my first story about a transgender protagonist. It’s also written from a first-person perspective, so that’s a first for me, too. I like it. It’s very intuitional writing, and you have to have a good grip on language and the narrator’s voice.

The story is called ‘Unser erster-letzter Tanz’ (transl.: ‘Our First Last Dance’). I like writing in German on occasion. And I will probably write about this story and others in German on this blog. I want this place to be bilingual, but there won’t be as many German posts as English ones because for the time being I’m planning on writing more in English.

That’s how far I’ve come with my work this month, this year. There’s a lot of life to be lived these days and it usually interferes with my writing but I’ve planned to make as much room for my passion as I possibly can. That’s my resolution, besides all the projects I’ve already told you about.

What are your writing resolutions? Tell me in the comments.

I hope 2015 is shaping up gloriously for y’all.

Carpe tempus, lovelies.

Done [in November]

doneinnovember

I’m aware that November isn’t quite over yet but I’m trying to put my stories into order, to see what I’ve done, what I’m going to do next month and next year. And since I have pretty much given up on NaNoWriMo (I’m gonna write more about that on Sunday), this is a good moment to make an evaluation of some sort.

While I completely failed NaNo, I’m not in the least disappointed with how November (and October too) went. Even Nano itself was a positive experience and I put Carpe Tempus on my writing projects for 2015-list.

I already wrote in October that I finished The Affair. So, I sent it to a publisher and have now signed a contract. Work on this story is not over yet, I’m going to have to make revisions now and then there will be the editing process. I’m going to keep you updated on this story but that’s where it’s at.

I have written another short story for a German publication. It’s called Unser erster-letzter Tanz [transl. Our First Last Dance] and it’s been accepted for an anthology that comes out in June or July. The story is about a transgender person who falls for a waitress at his cousin’s engagement party. So far, my German stories have all taken place in the U.S., but this one takes place in Germany with a very German setting. I feel that family functions differ a lot between Germany and USA, and it was very interesting to put a little of my own experiences into this story. (There will probably be a German post next year about this anthology.)

November last is another deadline and I’ve written a short story for another German anthology that comes out around Valentine’s Day next year. It’s called Versch(l)ossen and I’ve started wriiting it in 2007 – it’s been a long time coming. It’s now at around 6,500 words and it’s about two women meeting because one of them locks their bikes together by accident. They fall for each other, of course – I mean, it’s for Valentine’s Day so that was kind of a given, yes? I will have to do a quick edit, but that’s a lot easier in German than in English.

That was November (despite the two days left). I’m going to tell you more about NaNo and what I’ve planned for next year in my next posts.

Carpe tempus, lovelies.